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Person fährt auf einem Radweg
Beweglichkeit

Mit dem Rad zur Arbeit: die richtige Sitzposition finden

Taube Hände, ziehender Nacken, Druck im Sitz: Fast immer liegt es an der Einstellung des Rads, nicht am Fahren. Worauf du achten kannst.

Wer täglich zur Arbeit radelt, sammelt schnell ein paar Stunden auf dem Sattel. Taube Hände, ein ziehender Nacken oder Druck im Sitz sind dann kein Zeichen für einen schwachen Körper. Fast immer liegt es an der Einstellung des Rads. Ein paar Handgriffe lösen die meisten Beschwerden.

Die Sattelhöhe zuerst

Ist der Sattel zu niedrig, arbeitet das Knie in jeder Umdrehung im spitzen Winkel und wird auf Dauer müde. Als grobe Richtung: Wenn die Ferse auf dem tiefsten Pedal steht, sollte das Bein fast gestreckt sein. Beim Treten mit dem Fußballen bleibt dann ein leichter Knick im Knie. Änderungen immer nur in kleinen Schritten, ein Zentimeter macht viel aus.

Woran du die typischen Fehler erkennst

  • Taube Hände: Zu viel Gewicht liegt auf den Handgelenken. Der Lenker darf höher oder näher, damit sich die Last auf Sitz und Hände verteilt.
  • Nacken zieht nach der Fahrt: Der Oberkörper ist zu weit gestreckt. Ein kürzerer oder höherer Lenker nimmt den Zug aus dem Nacken.
  • Druck oder Taubheit im Sitz: Der Sattel steht zu weit vorn nach unten oder oben gekippt. Meist hilft es, ihn waagerecht auszurichten.

Stell nie mehrere Dinge gleichzeitig um. Ändere eine Sache, fahr ein paar Tage und schau, was passiert. So merkst du, was wirklich geholfen hat.

Wenn die Einstellung nicht reicht

Manchmal steckt hinter dem Ziehen keine Einstellungssache, sondern eine unbewegliche Hüfte oder eine schwache Rumpfmuskulatur. Wenn die Beschwerden trotz passendem Rad bleiben, schauen wir uns deine Beweglichkeit an und geben dir gezielte Übungen. Dann sitzt du auf jedem Rad entspannter.

Beschwerden, die bleiben?

Ein Ratgeber kann deinen Befund nicht sehen. Wenn der Schmerz zurückkommt oder stärker wird, schauen wir uns die Ursache an und geben dir Übungen, die zu dir passen.