Nicht die Haltung allein macht den Rücken müde, sondern das lange Stillhalten. Drei Übungen, die zwischen zwei Terminen passen.
Acht Stunden am Schreibtisch tun dem Rücken selten wegen einer falschen Haltung weh. Das Problem ist das lange Stillhalten. Muskeln, die sich stundenlang nicht bewegen, werden fest und schlecht durchblutet. Die gute Nachricht: Du musst dafür nicht ins Fitnessstudio. Ein paar kurze Unterbrechungen am Tag reichen aus.
Warum Sitzen der Punkt ist, nicht die Haltung
Die beste Sitzposition ist die nächste. Auch ein gerader Rücken wird müde, wenn er zwei Stunden gleich bleibt. Dein Körper ist auf Wechsel gebaut. Wenn du regelmäßig aufstehst, die Position änderst und dich streckst, nimmst du dem Schmerz die Grundlage, bevor er entsteht.
Die drei Übungen
- Aufstehen und strecken: Alle 30 Minuten kurz aufstehen, die Arme nach oben schieben und den ganzen Körper lang machen. Zwei Atemzüge halten. Das löst genau die Muskeln, die vom Sitzen verkürzt sind.
- Katzenbuckel im Sitzen: Auf dem Stuhl abwechselnd einen Rundrücken machen und dich wieder aufrichten. Zehn Mal, langsam. Das bewegt jeden einzelnen Wirbel und bringt Blut in den unteren Rücken.
- Brust öffnen: Hände hinter dem Kopf verschränken, die Ellbogen nach hinten ziehen und den Blick heben. Fünf Atemzüge. Das arbeitet gegen die vorgebeugte Haltung, in die dich der Bildschirm zieht.
Keine der Übungen dauert länger als eine Minute. Der Trick ist nicht die Härte, sondern dass du sie wirklich mehrmals am Tag machst. Häng dir einen Zettel an den Monitor oder stell dir einen leisen Timer.
Wann du zu uns kommen solltest
Übungen helfen bei Beschwerden, die vom Alltag kommen. Wenn der Schmerz in ein Bein ausstrahlt, nachts stärker wird oder mit Taubheit einhergeht, gehört das untersucht. Dann finden wir zuerst die Ursache und geben dir danach Übungen, die zu deinem Befund passen, nicht aus einem allgemeinen Ratgeber.
Beschwerden, die bleiben?
Ein Ratgeber kann deinen Befund nicht sehen. Wenn der Schmerz zurückkommt oder stärker wird, schauen wir uns die Ursache an und geben dir Übungen, die zu dir passen.


